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Der Lowe und der Hase
Ein Lowe wurdigte einen drolligen Hasen
chaft. eAber
denn wahrf, fragte ihn einst der
Hase, edas euch Lowen ein
so leicht verjagen kann?f
Allerdings ist es wahr, antwortete der Löwe; und es ist eine allgemeine Anmerkung,
daß wir großen Tiere durchgängig eine gewisse kleine Schwachheit an uns haben.
So wirst du, zum Exempel, von dem Elefanten gehört haben, daß ihm das Grunzen
eines Schweins Schauder und Entsetzen erwecket.
Wahrhaftig? unterbrach ihn der Hase. ja, nun begreif' ich auch, warum wir Hasen
uns so entsetzlich vor den Hunden fürchten.
Der Pelikan
Für wohlgeratene Kinder können Eltern nicht zu viel tun. Aber wenn sich ein blöder
Vater für einen ausgearteten Sohn das Blut vom Herzen zapft, dann wird Liebe zur
Torheit.
Ein frommer Pelikan, da er seine Jungen schmachten sah, ritzte sich mit scharfem
Schnabel die Brust auf und erquickte sie mit seinem Blute. Ich bewundere deine
Zärtlichkeit, rief ihm ein Adler zu, und bejammere deine Blindheit. Sieh doch, wie
manchen nichtswürdigen Kuckuck du unter deinen Jungen mit ausgebrütet hast!
So war es auch wirklich; denn auch ihm hatte der kalte Kuckuck seine Eier
untergeschoben. - Waren es undankbare Kuckucke wert, daß ihr Leben so teuer
erkauft wurde?
Der Phönix
Nach vielen Jahrhunderten gefiel es dem Phönix, sich wieder einmal sehen zu
lassen. Er erschien, und alle Tiere und Vögel versammelten sich um ihn. Sie gafften,
sie staunten, sie bewunderten und brachen in entzückendes Lob aus.
Bald aber verwandten die besten und geselligsten mitleidsvoll ihre Blicke und
seufzten: Der unglückliche Phönix! Ihm ward das harte Los, weder Geliebte noch
Freunde zu haben; denn er ist der einzige seiner Art!
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